Hafen Niehl

Der Hafen Niehl wird offiziell in die Anlagen Niehl I und Niehl II unterteilt. Beide Hafenanlagen liegen linksrheinisch; Niehl I auf Höhe Rheinkilometer 695,8, und Niehl II auf Höhe Rheinkilometer 699,1. Mit einer Gesamtfläche von 1,4 Millionen Quadratmetern bilden sie zusammen den größten der drei Kölner Häfen. Nur der Hafenteil Niehl I verfügt über eine direkte Anbindung an das Schienenetz der Häfen und Güterverkehr Köln AG (kurz HGK); daher wird dieser hier  detailliert betrachtet.

 

Der Hafen Niehl I wurde bereits 1925 eröffnet und besteht nach umfangreichen Erweiterungen aus vier Hafenbecken. Zwischen den einzelnen Hafenbecken liegen drei Kaianlagen; der Lagerhauskai, der Stapelkai und der Hansekai. Alle Kaianlagen verfügen über wasserseitige Gleisanschlüsse. Eine langgestreckte Landzunge trennt die Hafenbecken vom Rheinstrom. Bis zu deren Ende an der Hafeneinfahrt besteht ebenfalls ein Gleisanschluss. Im Hafen Niehl I sind eine Vielzahl von Unternehmen angesiedelt, die mit Blick auf den Schienenverkehr bedeutsamen werden nachfolgend aufgeführt. Die HGK selbst betreibt am Hafenbecken 1; auf dem landseitig gelegenen Westkai, ein Containerterminal. Ein weiterer wichtiger Kunde mit Schienenanschluss ist die CTS Container-Terminal GmbH Rhein -See-Land Service; diese betreibt auf dem Stapelkai ebenfalls ein Containerterminal mit Anschluss zum dortigen Hafenbecken 2. Direkt daneben unterhält die zum HGK-Konzern gehörende neska Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH an der Wasserseite des Hafenbecken 3 ein Zentrum für den Umschlag von Massengütern. Auch am Hafenbecken 3, aber landseitig auf dem Hansekai gelegen, liegt der Gleisanschluss der Firma Max Becker Trading GmbH, Dieser wird zur Anlieferung von Schrott aus den im Stadtteil Köln-Niehl liegenden Fordwerken genutzt. Auf der anderen Seite des Hansekai am Hafenbecken 4 liegen weitere Gleisanlagen, die von der Logistikfirma Pohl & CO. GmbH u.a. für den Umschlag von Papier genutzt werden.  

 

Obwohl der HGK-eigene Rangierbahnhof Niehl von den Hafenanlagen nicht weit entfernt ist, gibt es neben den Gleisanschlüssen zu den einzelnen Hafenbecken im Hafengelände den Güterbahnhof Köln-Niehl Hafen. Dessen Gleisanlagen können auch zur Zugbildung genutzt werden.

 

Die Bedienung der Gleisanschlüsse im Hafen Niehl I erfolgt an allen Wochentagen; das meiste Verkehrsaufkommen gibt es naturgemäß an Werktagen.

Aber auch Sonntags ist es nicht unüblich, dass die Zustellung eines Containerzuges an einem Terminal für kurze Zeit die Wochenendruhe unterbricht.

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