Ladegut Kohle

Inspiriert von diversen Berichten und Bildern im Internet wurde im Frühjahr 2012 der Entschluß gefasst den Kohlependelzug Profen-Mumsdorf fotografisch festzuhalten.

 

Die beiden Ort liegen ca. 40km südöstlich von Leipzig. Im Jahr 1941 wurde in Profen mit dem Aufschluß des dortigen Braunkohlevorkommens begonnen. Die heutige Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH, kurz: MIBRAG, als Betreiberin des heutigen Tagebaus fördert aus den derzeitigen Abbaufeldern Profen Süd/D1, Schwerzau und Domsen (letzterer befindet sich noch in der Erschließung) derzeit jährlich 9-10 Mio. Tonnen Braunkohle. Diese wird u.a. in den gesellschaftseigenen Kraftwerken in Wählitz, Deuben und Mumsdorf zur Produktion von Strom und Wärme verwendet. Über Förderbänder wird die Braunkohle zunächst aus dem Tagebau zu einer zentralen Verladestation transportiert. Ein Teil wird dort bereits in Waggons umgeladen und mittels elektrifizierter Werksbahn zum DB-Übergabebahnhof in Profen an der nichtelektrifizierten Strecke Leipzig-Gera überstellt.

 

Zwei bis drei Mal täglich verkehrt vom DB-Übergabebahnhof Profen ein Kohlezug der Regionalbahn Bitterfels, bespannt mit einer Lokomotive der Bauart Class 66 und ca. 20 Fal-Wagen, zu dem nur ca. 9 km Luftlinie entfernten Kraftwerk in Mumsdorf. Der Schienenweg dorthin ist allerdings mehr als doppelt so lang und führt über die Strecke Leizig-Gera zunächst in das ca. 7 km entfernte Zeitz; dort erfolgt der erste Richtungswechsel, d.h. die Lokomotive muss abgekoppelt werden, den Zug umfahren und wieder angekoppelt werden. Weiter geht es auf der eingleisigen, ehemaligen Strecke Zeitz-Altenburg bis Meuselwitz. Ab Tröglitz wird die Strecke nur noch von diesem Kohlependelzug benutzt. Jeweils in Tröglitz, Rehmsdorf und Meuselwitz existieren noch besetzte Stellwerke. Zwischen Rehmsdorf und Meuselwitz überquert der Kohlezug auch noch die Landesgrenze zwischen den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Meuselwitz findet dann der zweite Richtungswechsel statt; von dort aus sind es nur noch ca. 2 km bis zum fünfgleisigen Übergabebahnhof der Kraftswerkbahn in Mumsdorf. Dort wird die Leerwagengarnitur aus der vorgehenden Lieferung übernommen und in gleicher Weise geht es zurück nach Profen.     

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