Köln-Koblenz rechtsrum

Eigentlich gibt es von der rechten Rheinstrecke, die von Köln über Koblenz bis nach Wiesbaden, schon reichlich Fotos. Und natürlich ist der südliche Strecken-teil durch das Mittelrheintal von Koblenz nach Wiesbaden mit den vielen Burgen. der Loreley, der Pfalz bei Kaub etc. der unzweifelhaft schönere Abschnitt.

Aber es gibt immer ein "Aber", warum es sich doch lohnen könnte, den nördlichen Abschnitt zwischen Kobelnz und Köln genauer zu betrachten.

 

Direkt hinter dem Hauptbahnhof der Domstadt wechselt die Streckenführung der rechten Rheinstrecke auf die namensgebende Flussseite und führt mal mit mehr und mal mit weniger Abstand bis nach Koblenz, wo die Streckenführung (zumindest die der Personenzüge nach Koblenz Hbf) wieder auf die linke Rheinseite wechselt. Zwischendurch geht es vorbei am Siebengebirge mit den bekannten Orten Königswinter (Zahnradbahn auf den Drachenfels) und Rhöndorf (letzter Wohnsitz des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer). Weiter südwärts verläuft die Strecke unterhalb der Erpeler Ley vorbei an den Brückenköpfen der ehemaligen Brücke von Remagen nach Linz (Beginn der Kasbachtalbahn nach Kalenborn). Von dort geht es über Bad Hönningen, teilweise durch Weinanbaugebiete, bis nach Neuwied. Hier teilt sich die Streckenführung nach Koblenz. Der direkte Weg führt über die Urmitzer Rheinbrücke, der längere Weg über Engers, Bendorf, Vallendar sowie Ehrenbreitstein über die Horchheimer Rheinbrücke, nach Koblenz.

 

Neben den landschaftlichen Aspekten ist für Eisenbahnfotografen die betriebliche Bedeutung der rechten Rheinstrecke relevant. Im fotografischen Betrachtungszeitraum der Jahre 2011-2019 verkehren im Personenverkehr die Linie RB27 mit der Baureihe 143 und Doppelstockwagen sowie die Linie RE8 mit Triebwagen der Baureihe 425 nach Koblenz. Zusätzlich muss die rechte Rheinstrecke immer mal wieder als Umleitungsstrecke für den Fernverkehr der linken Rheinstrecke als auch der Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt herhalten. Obwohl der Güterverkehr im fotografischen Betrachtungszeitraum teilweise in Richtung linke Rheinstrecke abgewandert ist, ist zumindest an Werktagen damit zu rechnen, dass hinter einem Personenzug ein bis mehrere Güterzüge im Blockabstand folgen. Nicht vergessen darf man die unzähligen Sonderleistungen bzw. Sonderfahrten, die das ganze Jahr über verkehren und damit die rechte Rheinstrecke für Eisenbahnfotografen erst immer noch interessant macht.

 

Die nachfolgenden Bilder sollen daher einen kleinen Eindruck von der landschaftlichen und betrieblichen Vielfalt dieser Bahnstrecke vermitteln.

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